Die Fragwürdige Behauptungen der Venenbehandlung

1) Ein paar Jahre nach der Venenoperation entstehen neue Venen:

Die Varikosis ist eine genetisch bedingte Krankheit auf der Grundlage einer Schwäche der Kollagenfasern des Körpers. Fast alle Patienten mit Krampfadererkrankungen  haben in der Familie eine oder 2 Generationen zuvor einen Familienangehörigen der an Krampfadern erkrankt ist. Die Venen mit schwachen Kollagenfasern sind relativ schnell nicht in der Lage das Gewicht des Blutes zu tragen und dadurch verbreitet sich die Krankheit von oben nach unten. Das bedeutet, wenn der Patient spürt, dass die Venen im Unterschenkelbereich krank sind, sind diese  im Bereich des Oberschenkels ebenfalls bereits erkrankt. Wenn man von genetisch bedingten Erkrankungen redet, wie beispielsweise auch hohem Blutdruck oder einer familiären Hypercholesterinemie, ist es unerlässlich regelmäßige Kontrollen über den Behandlungsverlauf zu machen.

Leider wird oft eine Venenoperation gemacht und dieser Patient wird nie wieder kontrolliert. Wenn bei einem an den Venen operiertem Patienten einmal jährlich eine Ultraschallkontrolle gemacht würde, wäre es möglich schon im Anfangsstadium das Vorliegen eines Rezidivs effektiv zu behandeln. Alle Patienten die eine jährliche Kontrolle der Venen haben, werden ausschließlich nur einmal operiert.

2) Innere Krampfadern:

Das Venensystem im Körper hat 3 Etagen. Die 1. Etage findet sich  in der Haut, das sind die sogenannten Besenreiser. Diese kleinen Venen sind mit der 2. Venen Etage verbunden ( die Venen direkt unter der Haut). Diese Venen sind diejenigen, die die Krampfadern bilden. Diese 2. Venen Etage ist an  genau definierten Stellen der Unterschenkel und im Oberschenkelbereich mit den tiefen Venen verbunden. Die tiefen Venen bilden die 3. Etage. Diese Venen befinden sich zwischen den Muskelpaketen und können sich nicht ausdehnen, weil sie dadurch gestützt werden. Diese Venen haben keine Möglichkeit sich zu vergrössern. Es gibt keine inneren Krampfadern. Krampfadern oder Varizen entstehen nur in der 2. Venen Etage, direkt unter der Haut.

3) Laser und Radiofrequenz sind schonende Verfahren:

Das einzige Organ des Körpers,welches naturgemäß dafür ausgelegt ist sich verbrennen zu können ist die Haut. Wenn eine Verbrennung auf Niveau der Haut zustande kommt, ist der Körper in der Lage durch eigene Reparaturprozesse die verletzte Region durch Narbenbildung zu heilen. Die abgestoßenen Gewebeanteile, welche durch die Verbrennung gestorben sind, werden außerhalb des Körpers direkt durch die verschiedenen Verbandswechsel Techniken entfernt.  Im Körper können auch sehr tiefe Verbrennungen mit Zerstörung von Knochen und Weichteilen, wie die bei einer Stark Strom Verbrennung zum Beispiel stattfinden. In diesen Fällen sind jedoch die abgestorbenen Anteile chirurgisch zu entfernen, bis hin zur Amputation weil die Möglichkeit einer Reparatur nicht mehr besteht.

Mit einer Lasersonde oder einer Radiofrequenzsonde wird die Vene auf eine unnatürliche Art und Weise von innen durch Temperatur verbrannt. Somit entsteht eine ähnliche Situation als wenn ein Fötus im Bauch der Mutter stirbt. Gifte werden ausgeschieden, welche die Leber und Nieren belasten. Ebenfalls sind Verbrennungen bekannterweise schmerzhaft. Beobachten Sie bitte Bilder aus dem Internet wo die Verfahren mit Laser oder Radiofrequenz dargestellt sind und nach der Analyse dieser Bilder werden Sie feststellen, dass überall die Sonde etwa in der Höhe des Kniegelenkes bis zur Leiste hin geschoben wird. Die Vene endet jedoch in Knöchel Höhe. Wenn die Vene ganz tief im Unterschenkel verbrennen würde, würde auch der Nerv der ab Höhe des Kniegelenkes direkt parallel neben der Vene zum Knöchel hin verläuft, verletzt. In den meisten Fällen bleibt deswegen der Unterschenkel unversorgt wenn dieses Verfahren nicht kombiniert wird. Bekannterweise entstehen die offenen Beine und die meisten Thrombosen gerade eben im Unterschenkelbereich.

4) Sie können nach Laser oder Radiofrequenz  Operationen schnell arbeiten gehen:

Jede Art von Operation ist eine Stressbelastung für den Körper, welche abhängig von der Persönlichkeitsstruktur und dem sozialem Umfeld des Patienten nicht einfach zu bewältigen ist.

Bekannterweise ist Stress ein Faktor, der  die Abwehr und Regenerationskraft des Körpers erheblich mindert.

Jeder Patient hat das Recht sich natürlicherweise nach einem operativen Eingriff zu regenerieren, egal wie klein er ist. Das bedeutet sie können nicht direkt mit dem Stress der Arbeit, den erlebten Stress der Operation bekämpfen.

5) Die Laser und Radiofrequenz Operationen werden nur in örtlicher Betäubung durchgeführt:

Bei diesen beiden Verfahren, wird eine sogenannte Tumeszenz Anästhesie gemacht. Das ist das Injizieren von einer Mischung aus einem Lokal Anästhetikum und physiologischen Lösungen um die Venen herum welche behandelt werden sollten. In der Regel wird dem Patienten jedoch parallel zu dieser genannten örtlichen Betäubung ein starkes Beruhigungsmittel bzw. Schmerzmittel verabreicht, welches die Fahrtüchtigkeit des Patienten unter legalen Aspekten grundsätzlich herabsetzt. Leider wird diese Seite der Wahrheit dem Patienten oft nicht beigebracht und viele Menschen fahren nach einer derartigen Operation selbst Auto.

6) Alle Venen können mit Schaum Sklerotherapiert werden:

In der Tat kann man mit einer Schaumsklerotherapie alle Venen behandeln, es ist jedoch nicht 100 % möglich zu kontrollieren wie weit sich der Schaum ausdehnen kann. Der Schaum produziert in der Vene indirekter Weise eine Thrombosierung ( Blutgerinnung in die Vene ). Im Fall, dass der Schaum unglücklicherweise zu nah an der Mündung der zu behandelnden Vene der 2. Etage in die Tiefe (3. Venen Etage) gelangt, kann es vorkommen, dass eine tiefe Venenthrombose zustande kommt. Eine tiefe Venenthrombose birgt die Gefahr einer Embolie.

7) Nach einer operativen Versorgung soll eine Kompressionstherapie über mehr als 4 Wochen stattfinden:

Stellen Sie sich vor, Sie haben sich eine 3 cm lange Schnittwunde an der Haut am Handrücken zugezogen. Wenn diese Wunde ordnungsgemäß versorgt wird und eine Naht der Wunde stattgefunden hat, ist diese Wunde Temperatur Schwankungen (kalt und warm) ausgesetzt. Ebenfalls wird diese Wunde unweigerlich mechanischen Reizen ausgesetzt. Diese Wunde ist direkt unmittelbar nach der Versorgung mit in der Haut normal lebenden Bakterien und Pilzen befallen. Das Abwehrsystem  steht für diese Wunde indirekt zur Verfügung. Wenn nach etwa 12 Tagen die Fäden gezogen werden, haben sie jedoch eine stabile Narbe und der Körper hat die Verletzung verheilt. Die Venen welche unter der Haut operiert worden sind, haben keine Temperaturschwankungen weil die Körpertemperatur konstant ist. Diese Venen sind grundsätzlich steril, weil der Körper unterhalb der Haut steril ist. Diese Venen werden ebenfalls von der Innenseite durch die Arbeit der Muskulatur gestützt  und von der Außenseite durch die getragenen Kompressionsstufen unmittelbar nach der Operation gehalten. Wieso sollte dann diese Vene unter diesen Bedingungen welche deutlich besser sind als die Wunde an der Hand 4 Wochen oder noch länger für eine korrekte Heilung eine so lange Kompression benötigen? Die grundsätzliche postoperative Kompressionstherapie ist unter korrekt durchgeführten Operationsbedingungen maximal 2 Wochen.

8) Nach einer Venenoperation, sollte der Patient langes stehen, sitzen oder auch in die Sauna zu gehen vermeiden:

Unter der Voraussetzung, dass eine korrekt durchgeführte chirurgische operative Versorgung der Venen stattgefunden hat, bleiben in Körper nur gesunde Venen. Die kranken Venen wurden durch die Operation entfernt. Das Venensystem ist somit wieder auf den korrekt funktionierenden Naturzustand zurückgesetzt worden.

Es gibt keine fundierte medizinische Begründung dafür, dass der Patient nach einer Venenoperation nicht in die Sauna gehen kann oder länger stehen soll. Viele Berufe erfordern eine langzeitige stehende Tätigkeit. Die Patienten die diesen Berufsaktivitäten nachgehen, wird empfohlen einfach während der Arbeitszeit präventiv eine Kompressionstherapie durchzuführen.

9) Venen können verklebt werden:

Einer der neuesten vorgestellte Verfahren  ist das Verkleben der Venen mit Methylmetakrylat.  Dieses Material wurde in der Zahnmedizin bereits in den 80 Jahren aussortiert, weil es nicht sicher war ob es Krebs verursachen kann. Lesen Sie bitte die Literatur über " Sekunden Kleber " und stellen Sie sich kritisch die Frage ob Sie über alle Risiken davon sicher informiert sind.